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Soeben erschienen:

Der Energiepapst

Wirken, Werk und Werte von Michael Kohn (1925-2018)


Im Kleidergeschäft seines Vaters an der Zürcher Langstrasse hatte Michael Kohn – Sabbat hin oder her – einen festen Wochenend-Job: Er musste die Änderungen an den Hosen abstecken, welche die Limmattaler Bauern gerne beim netten Juden einkauften, der Michaels Vater war. «Wenn du das einmal gemacht hast», pflegte Kohn später oft zu sagen, «weißt du, wie Kommunikation geht und worauf es ankommt.»


«Wir lebten jahrelang auf gepackten Koffern: zur Flucht bereit. Wir spürten: Wir gehörten nicht wirklich dazu! Wir waren tief verletzt, mein Vater und ich. Mein Vater leistete schliesslich Militärdienst wie jeder andere diensttaugliche Schweizer auch. 900 Aktivdiensttage hatte er am Kriegsende im Dienstbüchlen.»


Soeben ist die spannende Biografie des Ingenieurs, Managers und «Energiepapstes» Michael Kohn erschienen – mit vielen bisher unbekannten Details: Warum er mit dem AKW-Projekt Kaiseraugst scheiterte und in Gösgen zum Ziel kam.




Weitere Bücher:

Versuch – Erfolg – Irrtum

Die Hasler-Story


«Hasler» – das war früher ein Synonym für Telefon. Angefangen als kleine Werkstatt und gewachsen zum grössten Arbeitgeber der Stadt Bern, prägte Hasler die Telekomszene in der Schweiz für Generationen. Dahinter standen zunächst Vater und Sohn Hasler, die der Unternehmung für fast 100 Jahre vorstanden. Sie entwickelten Telegraphenapparate und Telefonzentralen, setzten auf die Drahtlostechnologie und bauten «nebenbei» weltberühmte Geschwindigkeitsmesser, meteorologische Messinstrumente oder Signalanlagen. Das Erbe der Haslers wuchs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weiter, die Fusion zur Ascom sollte ein Befreiungsschlag im harten Wettbewerb der Globalisierung werden. Doch es folgte der stufenweise Abstieg. Der Erfolg blieb aus, nicht aber die Spannung in der wechselvollen Geschichte.




Der Türken-Müller

Ein Luzerner und die Orientbahn


Start-up und Traumkarriere beim «Internet des 19. Jahrhunderts»: Die unglaubliche Geschichte des Luzerner Bauernsohns Jakob Müller (1857-1922). Er wurde oberster Chef vom Orientexpress. Wenn er mit Familie in die Ferien fuhr, wurde ein reservierter Salonwagen angehängt.


Der Bauernbub entschied sich für diesen «Start-up». Bei der Nordostbahn Eschers machte Jakob Müller die Stationslehre. Dann lockte ihn ein Angebot nach Konstantinopel. 1877 fing er bei der Orientbahn als Stationsgehilfe an. Genau vierzig Jahre später trat er zurück. Da war er der oberste Chef des Unternehmens, das nicht nur den weltberühmten Orient-Express betrieb, sondern auch den öffentlichen Nahverkehr in Konstantinopel und Saloniki.

1917 zog sich Müller von seinem Amt als Direktor und Delegierter des Verwaltungsrates zurück. Von den Balkanstaaten, von den Deutschen, von Österreich-Ungarn und sogar vom Iran erhielt er mehr als ein Dutzend hoher Orden, aber er trug sie nie. Er hatte die Orientbahn mit ruhiger Hand durch ärgste Wirren gesteuert: zuerst durch den Balkan-, dann durch den Ersten Weltkrieg.

Erstmals veröffentlichte Dokumente beweisen: Die Orientbahn war in allen diesen Jahren immer enorm rentabel gewesen. Investitionen wie Kriegsschäden wurden direkt aus dem Betrieb beglichen. Aktivierung und Abschreibung von Investitionen waren zeitweise nicht nötig.

Die geschickten Finanzregisseure, vor allem Arthur von Gwinner (Deutsche Bank) und Julius Frey (Schweizerische Kreditanstalt) hatten mit Absicht neutrale Schweizer an die Spitze der hoch rentablen Bahn im Unruheherd Europas gesetzt. Vor Jakob Müller war von 1897 bis 1913 Ulrich Gross aus Zurzach (1852-1916) die Nr. 1 bei der Orientbahn gewesen. Die beiden verstanden sich bestens. Bei den Anatolischen Eisenbahnen wirkte in vergleichbarer Funktion (und zum Teil für die gleichen Kapitalgeber) der Neuenburger Edouard Huguenin.

Der von Jakob Müller wesentlich mitgeprägte Erfolg der Orientbahn ermutigte die Investoren zum Bau der Bagdadbahn, der freilich erst 1940 zu Ende kam. Nicht zuletzt dank dieser legendären Bahnlinien schwang sich das müde und kranke Osmanische Reich zu letzter Grösse auf.




Ein Buch – aber wie machen?

Einmal entspannt und vertieft erzählen, worum es geht. Ohne Platznot und Formatzwang, dafür mit schönen Bildern für aufmerksame Leser. Zeit für ein Buch? Für ein Auftragswerk? Für die Fachzeitschrift «MK Marketing & Kommunikation» hat er das Wichtigste zusammengefasst. Karl Lüönd hat seit den 1990er Jahren schon rund 60 Auftragswerke realisiert.